Solarenergie für ein grüneres Ansehen

ski-resort

In Skigebieten werden immer häufiger Solaranlagen für die Energiegewinnung genutzt.

Die Nutzung der Solarenergie beschränkt sich schon längst nicht mehr auf die Energieversorgung von Haushalten. Immer interessanter wird der Einsatz von Solarenergie in Bereichen, die unter genauer Beobachtung von Umweltgruppen stehen. Speziell trifft dies auf den Skisport zu. Die Abfahrtpisten beschädigen die Pflanzendecke, das Skigebiet wird mit Parkplätzen bebaut, die Gastronomie sorgt extra für Abfall. Durch die Einwirkung von Flutlicht und Lärm werden besonders nachtaktive Vögel gestört. Für eine Verlängerung der Skisaison werden Schneekanonen eingesetzt, die eine Menge an Ressourcen verbrauchen.

Um die negativen Aspekte des Skisports einzudämmen, werden bereits Maßnahmen eingeleitet. Die Lichtemission der Flutlichter wird durch Blendungsbegrenzungen und die Verwendung von Gelblicht minimiert. Es gibt überall Abfallbehälter und zum Schutz der Vegetation wird eine fachgerechte Pflege durchgeführt.

Im U.S.-amerikanischen Skigebiet Greenwood, Maine wird nun verstärkt auf erneuerbare Energien gesetzt. Eingeleitet wurde diese Entwicklung durch das Programm der National Ski Areas Association (NSAA), um den CO2-Fußabdruck zu minimieren. Im November 2014 wurden im Resort Mt. Abram 803 Solarmodule installiert. 70% der benötigten Energie kann nun mit Hilfe der Sonnenenergie erzeugt werden. Hauptsächlich wird der Sonnenstrom genutzt, um künstlichen Schnee zu produzieren.

Nach Angaben des Miteigentümers Matt Hancock, ist die Entwicklung zu einer nachhaltigen Bewirtschaftung im Sinne der Zielgruppe. So wären Menschen, die in der freien Natur Sport betreiben, besonders an Umweltthemen interessiert. Die Nutzer des Skigebietes würden die Entwicklung zu mehr Nachhaltigkeit begrüßen.

Dem Trend folgend wurde im Schweizer Skigebiet Brunni-Alpthal ein solar betriebener Moving Carpet installiert. Nach einer erfolgreichen Saison stellt der Geschäftsführer des Skilifts fest, dass die Solaranlage sogar mehr Energie produzierte, als für den Betrieb des 50 Meter langen Moving Carpets benötigt wurde.

Der amerikanische Autor Auden Schendler kritisiert diese Entwicklung in seiner Position als Vizepräsident für Nachhaltigkeit der Aspen Skiing Company. Dieser Trend sei zwar zu begrüßen, doch die Umweltschäden in Skigebieten seien immer noch beträchtlich. Die Nutzung von Solarenergie sei somit mehr ein Greenwashing, als der wirkliche Versuch nachhaltig zu agieren.

08.01.2015 15:25 |
Schreibe Deinen Kommentar

Bitte geben Sie die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.